Abzocke durch unseriöse Schlüsselnotdienste verhindern:  Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel unterstützt Vorstoß der Koalitionsfraktionen

Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel setzt sich für mehr Preistransparenz bei Schlüsseldiensten ein. Daher begrüßt sie den Vorstoß der Koalitionsfraktionen, die Preisangabenverordnung des Bundes zu ändern, damit die Preisverzeichnisse von Schlüsseldiensten künftig im Internet stehen. 

„Viele haben schon ohne Schlüssel vor der eigenen Tür gestanden und viele von uns sind in solchen Situationen bereit, so ziemlich alles zu unterschreiben. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher nicht von unseriösen Schlüsseldiensten ausgenutzt werden, brauchen sie eine rasche Möglichkeit, sich zu informieren“, erklärt Anne Spiegel

Das Plenum des rheinland-pfälzischen Landtags beschäftigte sich heute auf Antrag der Regierungskoalitionsfraktionen mit der Frage, wie Verbraucherinnen und Verbraucher besser geschützt und seriöse Schlüsselnotdienstanbieter gestärkt werden können. 
Hintergrund des Antrags sind Beschwerden über unseriöse Schlüsselnotdienste, die Verbraucherinnen und Verbraucher vor der verschlossenen Tür bedrängen, unangemessen hohe Geldbeträge fordern und sich diese auch zum Teil bar auszahlen lassen, bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen. Sie sind seit Jahren ein Dauerbrenner der Beschwerden bei den Verbraucherzentralen. 
Während laut einer Studie der Verbraucherzentralen aus dem Jahr 2017 in Rheinland-Pfalz die Öffnung einer Tür an Werktagen im Durchschnitt 83,61 Euro, nachts und an Sonn- und Feiertagen 136,92 Euro kostet, verlangen unseriöse Unternehmen für eine einfache Türöffnung zum Teil Beträge von 600 Euro und zusätzlich teils horrende Anfahrtskosten. Dabei wird häufig durch eine bewusst „getarnte“ Ortsvorwahl der Eindruck erweckt, dass der Schlüsselnotdienst in der Nähe ansässig sei. Hier geht die Bundesnetzagentur ständig gegen Anbieter vor, die mit Ortsnetzrufnummern nur vortäuschen, vor Ort zu sein, und schaltet wegen dieser Wettbewerbsverstöße Rufnummern gezielt ab. 

„Die Aufklärungsarbeit der von meinem Haus geförderten Verbraucherzentrale und die Möglichkeit, sich bei der Bundesnetzagentur zu beschweren, sind für Verbraucherinnen und Verbraucher unverzichtbar. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass der Bund die Unternehmen verpflichten muss, ihre Preise im Internet zu veröffentlichen und aktuell zu halten. Ich werde dieses Anliegen der Koalitionsfraktionen gerne aufgreifen und mich im Bundesrat für mehr Transparenz bei den Preisen für Schlüsselnotdienste einsetzen. Dazu braucht es eine bundesgesetzliche Rechtsgrundlage, die Schlüsseldienste verpflichtet, ihre Preisverzeichnisse im Internet zu veröffentlichen und bei den Aufsichtsbehörden vorzulegen“, betont Anne Spiegel.