Fachtagung „Familienunterstützung digital“ setzt neue Impulse 

Neue Ideen, Impulse und alternative Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit von Familieninstitutionen vor Ort gerade in Zeiten von Corona – das stand im Zentrum der heutigen Online-Fachtagung „Familienunterstützung digital“. Die Fachkräfte aus den Familienbildungsstätten, Häusern der Familie, Familienzentren, Lokalen Bündnissen für Familien und aus den Jugendämtern informierten sich bei der Fachtagung über die digitalen Unterstützungsmöglichkeiten für Familien in Zeiten der Corona-Pandemie.

Das Familienministerium hat die Veranstaltung in Kooperation mit der Servicestelle „Netzwerk Familie stärken“ konzipiert. Die Veranstaltungen gab den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen und sich auf digitaler Ebene zu vernetzen. 

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die alltägliche Arbeit der Familieninstitutionen verändert. Die Unterstützung von Familien musste neu gedacht werden, es mussten alternative Zugangswege zu und für Familien entwickelt und neue Angebotsformate erprobt werden“, erklärte Familienministerin Anne Spiegel. „Unsere Familieninstitutionen waren in dieser Zeit sehr kreativ und haben viele tolle Angebote und Ideen umgesetzt, um auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen mit den Familien in Kontakt zu bleiben. Sie haben innerhalb kürzester Zeit und oftmals mit begrenzten finanziellen und technischen Möglichkeiten viele alternative, digitale Angebote wie zum Beispiel Kurse, Begegnungscafés und digitale Lernplattformen entwickelt und umgesetzt.“ Hierfür bedankte sich Ministerin Spiegel während der Fachtagung herzlich für die herausragende Arbeit der Familieninstitutionen in dieser schwierigen Zeit. 

Aktuelle Ergebnisse aus der Wissenschaft zur digitalen Familienunterstützung stellten Regina Neumann und Doris Lüken-Klaßen vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg vor. Tobias Albers-Heinemann vom Zentrum für Bildung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN) gab einen Überblick über aktuelle digitale Formate und Tools, die für den Einsatz in der Familienbildung verwendet werden können. 

„Die Fachtagung hat gezeigt, dass digitale Formate in der Familienbildung und -unterstützung eine große Bedeutung für die zukünftige Angebotsgestaltung haben werden. Eine gute Familienpolitik zeichnet sich vor allem dadurch aus, gerade in schwierigen Zeiten die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, mit Familien in Kontakt bleiben zu können, ihre Bedarfe zu kennen und auf unvorhersehbare Entwicklungen mit innovativen Angebotsformaten schnell reagieren zu können“, betonte Familienministerin Anne Spiegel.

Das Familienministerium fördert die über 100 rheinland-pfälzischen Familieninstitutionen (Familienzentren, Häuser der Familie und Familienbildungsstätten) mit rund zwei Millionen Euro pro Jahr in unterschiedlichen Programmen. Denn gerade sie kennen die Bedarfe der Familien vor Ort sehr gut und schaffen bedarfsorientiert Angebote, um die Situation von Familien zu verbessern und zu entspannen.