Familienministerin Anne Spiegel stellt Familienkarte vor

Eine Karte für die ganze Familie: Familienministerin Anne Spiegel hat jetzt ein besonderes Projekt vorgestellt – die rheinland-pfälzische Familienkarte. Sie wird zunächst in zwei Modellregionen – der Stadt Ludwigshafen und dem Kreis Kaiserslautern – getestet und soll dann nach und nach auf ganz Rheinland-Pfalz ausgeweitet werden. Die Karte bietet eine Mischung aus Sonderaktionen und Vergünstigungen sowie einer familienfreundlichen Informationsplattform mit allem, was für ein gutes Familienleben relevant ist.

„Ich freue mich sehr, dass ich dieses tolle Projekt jetzt vorstellen kann“, erklärte Familienministerin Anne Spiegel. „Mit der Familienkarte wollen wir Familien unterstützen, entlasten und informieren. Die Familienkarte bietet gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern Impulse für ein nachhaltiges Leben. Das sind Vergünstigungen für nachhaltige Produkte oder Anreize für ein nachhaltiges Verhalten. Das geht natürlich nur mit einer Vielzahl von Partnerinnen und Partnern aus Handel und Gewerbe, aber auch den vielen Vereinen und Einrichtungen aus Sport, Kultur und Umweltschutz, die wir im Land haben.“ 

Ministerin Spiegel weiter: „Mit dem Landkreis Kaiserslautern und der Stadt Ludwigshafen haben wir zwei engagierte Kommunen gewonnen, die Lust haben, Familienpolitik vor Ort zu gestalten. Wir werden im kommenden Jahr zwei weitere Pilotkommunen aufnehmen. Wenn sich die Familienkarte bewährt – und daran zweifle ich nicht – wollen wir sie ab dem Jahr 2022 landesweit einführen. Dafür investieren wir in der Startphase die Summe von 350.000 Euro und kalkulieren für ein landesweites Angebot anschließend mit ca. 1,5 Millionen Euro jährlich.“

Dazu erklärte die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck: „Ludwigshafen ist eine junge, lebendige und vor allem sehr kinderreiche Stadt. Bereits jetzt verfügen wir über ein sehr gutes Netzwerk, Infoportale und bieten zahlreiche gute Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Mit der Familienkarte sehe ich eine weitere Möglichkeit und Ergänzung für alle Ludwigshafener und Rheinland-Pfälzer Familien. Die Familienkarte bietet gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern ein neues Unterstützungsangebot. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Ludwigshafen – von Anfang an als Modellkommune dabei ist.“

„Als Landrat freue ich mich, dass der Landkreis Kaiserslautern die Chance hat, im ländlichen Raum von Anfang an dieses Projekt als Pilot-Kommune begleiten zu können. Diese digitale Plattform ist quasi das Zugangstor zu Informationen und Möglichkeiten, von denen jedes Familienmitglied profitieren kann. Sie ermöglicht zugleich auch eine Win-win-Situation zwischen Anbietern und Nutzern. Ich bin gespannt, wie dieses tolle Angebot angenommen wird und sehe jetzt schon einen großen Nutzen für alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis und unseren Gemeinden", erklärte Landrat Ralf Leßmeister.

Familienministerin Anne Spiegel ging näher auf die Philosophie der Familienkarte ein: „Sie wird Vergünstigungen enthalten, soll aber trotzdem keine reine Konsumkarte sein. Wir haben eine Karte kreiert, die an vielen kleinen Stellen die Lebensqualität der Nutzerinnen und Nutzer verbessert, aber auch andere Aspekte berücksichtigt wie den Natur- und Umweltschutz oder den nachhaltigen Konsum. Die Familienkarte hilft mit, dass Familien ein bisschen besser, ökologischer und entspannter leben können.“

Die Familienkarte soll alle Informationen bündeln, die Familien in ihrem Alltag benötigen. „Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit den Kommunen, Trägern und Einrichtungen“, erläuterte Anne Spiegel. „Die Familienkarte soll sich zu einer zentralen Informationsplattform für Familien entwickeln. Wir wollen sie zu der wichtigsten Adresse für alle Fragen rund um das Familienleben ausbauen. Hier erfahren Familien alles über Beratungs- und Unterstützungsangebote. Hier sehen sie auf einen Blick, welche Vereine für welche Bedürfnisse und Neigungen geeignet sind oder welche Unternehmen Angebote machen, die für Familien einen besonderen Nutzwert haben. Die Familienkarte wird so mit jeder Kommune und jeder Partnerin und jedem Partner, den wir aufnehmen, immer mehr zu einem zentralen Familiennavigator.“

Die Karte ist eine Mischung aus analoger und digitaler Welt. Für den persönlichen Kontakt im Verein oder im Geschäft beinhaltet sie eine normale Scheckkarte. Über den Internetzugang, der übersichtlich aufzeigt, was alles zum Familienland Rheinland-Pfalz dazu gehört, erreichen Familien alle eingetragenen Partnerinnen und Partner. Dort können sie sich informieren, aber auch auf speziellen Angebote für Karteninhaberinnen und Karteninhaber zugreifen. Wir haben eine neue Website kreiert, auf der alle Informationen gebündelt sind: www.familienkarte.rlp.de. 

Um flankierend die Familienkarte bekannt zu machen, starten wir – sobald wieder mehr öffentliches Leben stattfindet – im Januar mit einer Kampagne von Plakaten und Faltblättern in den Behörden, Geschäften und Vereinen der Modellregionen und schalten zu diesem Zeitpunkt auch die Website öffentlich.

„Die Familienkarte Rheinland-Pfalz ist für mich ein Meilenstein in der Familienpolitik des Landes. Mir ist wichtig, dass die Familienkarte bei den Familien tatsächlich ankommt. Sie wird permanent im Dialog mit den Kommunen fortentwickelt, ist also ein lernendes System. Um die Karte freizuschalten, wollen wir den aktuellen Lockdown möglichst abwarten. Wir beabsichtigen aber in jedem Fall, im Laufe des Januars an den Start zu gehen“, kündigte Ministerin Spiegel an.