Frauenhäuser erhalten weitere finanzielle Unterstützung

Das Bundesförderprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ ist in Rheinland-Pfalz bereit zur Umsetzung. Hierzu unterzeichnete die rheinland-pfälzische Frauenministerin Anne Spiegel die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zu dessen Umsetzung. 

Mit einem Gesamtfördervolumen von 120 Millionen Euro sollen Lücken im Unterstützungssystem für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern im ganzen Bundesgebiet geschlossen werden. Konkret geht es um die Förderung von Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen sowie die Sanierung von Frauenhäusern oder Fachberatungsstellen. 

„Das Programm ist eine große Unterstützung für das Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen“, erklärte Frauenministerin Spiegel. „Frauenhäuser und die entsprechenden Fachberatungsstellen in Rheinland-Pfalz können vom Bund rund 1,37 Millionen Euro pro Jahr erhalten - und das für vier Jahre. Das Geld des Bundes deckt bis zu 90 Prozent der Förderung, weitere zehn Prozent kommen vom Land beziehungsweise von den Kommunen oder Trägern.“ 

Mit den Fördergeldern sollen vor allem Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz bei Baumaßnahmen unterstützt werden, um dringend benötigte Frauenhausplätze zu sichern, auszubauen und barrierefrei zu gestalten. Zurzeit gibt es in Rheinland-Pfalz 17 Frauenhäuser, die 286 Plätze für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder vorhalten können. Ein 18. Frauenhaus wird dieses Jahr eröffnet. Damit schaffen wir zusätzliche 11 Plätze für Frauen mit ihren Kindern. 

„Mein Ministerium steht mit den Frauenhäusern Rheinland-Pfalz in engem Kontakt, um das Förderprogramm erfolgreich umzusetzen. Die Anträge können ab sofort gestellt werden“, führte Ministerin Spiegel aus. 

Einzelheiten zum Ablauf des Verfahrens können unter dem Link https://www.bafza.de/programme-und-foerderungen/bundesservicestelle-gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen/ abgerufen werden. Für Fragen steht selbstverständlich auch das zuständige Fachreferat im Ministerium zur Verfügung.