Jugend- und Frauenministerin Anne Spiegel fordert gleiche Rechte und Chancen für Mädchen 

Wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können, bereichern unzählige starke und mutige Mädchen unsere Gesellschaft durch ihr Engagement: Die 17jährige Greta Thunberg hat die weltweite Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ angestoßen. In Deutschland stehen junge Frauen wie Luisa Neubauer und Carla Reemtsma an der Spitze der Bewegung. Hannah Kiesbye hat mit 14 Jahren den „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ erfunden, wofür sie vor wenigen Tagen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Über 34 Prozent der MINT-Studierenden im 1. Fachsemester (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind in Deutschland mittlerweile junge Frauen.

„Das sind nur einige Beispiele, die für eine sehr positive Entwicklung stehen. Viele Mädchen gehen heute selbstbewusst ihren Weg. Sie überwinden alte Rollenmuster bei ihrer Berufswahl, bringen sich aktiv ein und engagieren sich in Politik und Gesellschaft“, erklärte Jugend- und Frauenministerin Anne Spiegel anlässlich des Weltmädchentages am 11. Oktober. Die beispielhaften Vorbilder machen deutlich: Mädchen können viel erreichen und unsere Welt positiv verändern. 

„Diese erfreuliche Entwicklung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor viele Formen der Diskriminierung von Mädchen gibt“, erläuterte Anne Spiegel.

Mädchen haben in vielen Ländern der Welt kaum oder keinen Zugang zu Bildung. Nach Informationen von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gehen rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. 15 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren haben in ihrem Leben bereits sexuelle Gewalt erfahren. Weltweit gibt es Millionen von Mädchen und Frauen, deren Genitalien beschnitten wurden. Schätzungsweise 12 Millionen Mädchen jährlich werden bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.

Dies sind nur einige Beispiele für die massive geschlechtsspezifische Diskriminierung von Mädchen weltweit, die leider noch immer traurige Realität ist. 

„Gegen diese Benachteiligungen und Menschenrechtsverletzungen beziehen wir am Weltmädchentag klar und deutlich Stellung“, erklärte Frauenministerin Anne Spiegel. Die gezielte Unterstützung von Mädchen ist ein wichtiges Anliegen. Die Landesregierung fördert spezielle Beratungs- und Hilfeangebote für Mädchen, wie beispielsweise das Mädchenhaus Mainz (Femma) sowie die Mädchenberatungsstelle RONJA in Westerburg. „Mein Ziel ist es, dass Mädchen endlich die gleichen Rechte und Chancen haben wie Jungen, sich frei von Gewalt und Benachteiligungen entwickeln und selbstbewusst ihren Weg gehen können“, machte Jugend- und Familienministerin Spiegel deutlich.