Jugendministerium fördert erneut mehrere Beteiligungsprojekte 

Das Jugendministerium unterstützt im Rahmen der Jugendstrategie „JES! Jung. Eigenständig. Stark“ auch in diesem Jahr wieder Beteiligungsprojekte. Diese werden von freien und öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe für junge Menschen in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Sie haben das Ziel, dass Jugendliche in den Projekten Möglichkeiten bekommen, ihre eigenen Vorstellungen für ihren Lebensraum vor Ort zu äußern und mitzugestalten, um dadurch echte Mitbestimmung zu erleben.

In der Praxis kann dies auf ganz unterschiedlichen Wegen geschehen, etwa durch Jugendforen, aber auch durch Medien- und Kunstprojekte. Die ersten vier Projekte in diesem Jahr erhalten insgesamt eine Landesförderung in Höhe von 8.000 Euro.

„Ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder Projekte unterstützen zu können, die darauf ausgelegt sind, Ideen und Wünsche junger Menschen für ihr eigenes Lebensumfeld aufzugreifen und in die Tat umzusetzen“, sagt Jugendministerin Anne Spiegel. „Für junge Menschen ist es wichtig zu erleben, dass sie mit ihren Ideen konkrete Projekte vor Ort beeinflussen können. Das stärkt sie auch in ihrem demokratischen Engagement.“

-        Das Projekt „Jugend im Fokus“ findet in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe erstmalig statt. Im Rahmen kommunaler Entwicklungsprozesse soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zur Mitgestaltung ihres Lebensraums gegeben werden. Die jungen Menschen können bei einer Infoveranstaltung, einem runden Tisch oder einer Planungswerkstatt ihre Themen und Anliegen sammeln. Daraufhin soll entschieden werden, welche Vorhaben umgesetzt werden können. Das Projekt bezieht junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren ein und wird von der örtlichen Jugendpflegerin begleitet.

-        Auch das Projekt „Jugendforen“ der Verbandsgemeinde Weißenthurm findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und ist auf eine gezielte Partizipation von jungen Menschen an der Gestaltung der einzelnen Stadt- und Ortsgemeinden ausgerichtet. Mitte dieses Jahres sollen insgesamt acht Jugendforen in der Verbandsgemeinde stattfinden, durch welche die Interessen, Meinungen und Forderungen der jungen Menschen mit Hilfe von öffentlichen Veranstaltungen wie einer Talk- und Fotobox oder World-Café-Tischen, erfasst werden. Die Ergebnisse werden an Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Verwaltung, den Gemeinderat und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister übermittelt.

-        Das Projekt „Open-Ohr-Nachrichten“ wird bereits seit vielen Jahren durch das Jugendministerium gefördert und ist damit Ausdruck einer nachhaltigen Beteiligung junger Menschen. Das vom Stadtjugendring Mainz geleitete Projekt beinhaltet die Erstellung einer Festivalzeitung, die begleitend zum jährlich an Pfingsten stattfindenden Jugend-, Kultur- und Musikfestival „Open-Ohr“ ausgeteilt wird. Ein Team junger Menschen, bestehend aus Mitgliedern von Jugendverbänden, Studierenden und politisch interessierten jungen Menschen, erstellt die Zeitung. Recherche, Interviews und auch das Schreiben der Texte übernehmen die Jugendlichen dabei selbst, wodurch sie sich eingehend mit den unterschiedlichen Themen befassen.

-        Aber auch kleinere Projekte, wie das Graffitiprojekt in Ludwigshafen, fördern gelebte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Den Wunsch der jungen Besucherinnen und Besucher des Jugendzentrums Ernst-Kern-Haus zur kreativen Gestaltung des Jugendraums hat die Bürgerinitiative Ludwigshafen e.V. aufgenommen und unterstützt. In Zusammenarbeit mit einem professionellen Graffitikünstler können die Kinder und Jugendlichen ihren Jugendraum in einer zweitägigen Aktion im Frühjahr mit individuellen Motiven persönlich gestalten.

„Es ist toll, dass die Träger so viele Projekte entwickeln, um Jugendlichen Mitbestimmung zu ermöglichen. Indem junge Menschen ihre Vorstellungen in die Gesellschaft einbringen und ihre Ideen verwirklichen können, erfahren sie, dass sie selbst etwas bewirken können“, so Jugendministerin Spiegel und fügt hinzu: „Dadurch stärkt sich außerdem ihre Identifikation mit der Gemeinde und sie lernen, Verantwortung für ihren Lebensraum zu übernehmen.“

Über das Förderprogramm Beteiligungsprojekte, das Bestandteil der Jugendstrategie „JES! Jung. Eigenständig. Stark“ des Jugendministeriums ist, können jährlich Landesmittel in Höhe von bis zu 3.000 Euro beantragt werden. Nähere Informationen zum Antragsverfahren und den Förderkonditionen gibt es unter

https://mffjiv.rlp.de/de/themen/kinder-und-jugend/jes-eigenstaendige-jugendpolitik/foerderprogramme