Noch nie so viel Geld für von Gewalt betroffene Frauen 

Den Kampf gegen Gewalt an Frauen hat sich Frauenministerin Anne Spiegel als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit gesetzt. Dies spiegelt sich auch in der deutlichen Stärkung der finanziellen Mittel im kommenden Haushalt wider, dem der Landtag zugestimmt hat. Insgesamt werden rund 5,2 Millionen Euro in den Bereich "Gegen Gewalt an Frauen" fließen. Das entspricht einem Aufwuchs von rund 1,38 Millionen Euro.

„Die Mittel für den Schutz von Frauen auf mehr als 5 Millionen anzuheben, ist ein Meilenstein“, erklärte Frauenministerin Anne Spiegel. „Noch nie hat eine rheinland-pfälzische Landesregierung so viel Geld hierfür zur Verfügung gestellt. Damit ist ein großer Schritt zur besseren finanziellen Ausstattung insbesondere der Frauenhäuser, der Frauennotrufe und der Interventionsstellen gelungen.“ 

Ein Anliegen der Ministerin ist es dabei, dass die Finanzierung der Frauenhäuser an die Bedarfe angepasst wird. Zukünftig wird nicht nur die Finanzierung für alle Häuser verbessert, sondern darüber hinaus erhalten große Häuser, die mehr Frauenhausplätze anbieten, eine zusätzliche Platzpauschale. 

Auch die wichtige Arbeit der Frauennotrufe, die Frauen zur Seite stehen, die von sexualisierter Gewalt betroffen oder bedroht sind, wird durch eine deutlich höhere Förderung unterstützt. 

Zudem sollen die Interventionsstellen eine bessere Förderung erhalten. Die pro-aktive Arbeit der Interventionsstellen ist unverzichtbar und daher ist eine Stärkung und der Ausbau der Arbeit nur konsequent. Gestärkt wird der Bereich zudem durch die Finanzierung eines Modellprojekts, das die Arbeit mit Kindern in Interventionsstellen im Fokus hat. 

Rheinland-Pfalz verfügt zwar bereits seit Jahren über ein gut vernetztes Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen (RIGG). Dennoch wurde durch die beschriebenen Maßnahmen der gesamte Bereich finanziell besser ausgestattet. „Ich bin dankbar, dass die tragenden Säulen unseren rheinland-pfälzischen Interventions- und Präventionsbündnisses, die in meinem Zuständigkeitsbereich liegen, deutlich gestärkt werden konnten“, resümiert Anne Spiegel, „Ich bin mir sicher, dass die finanzielle Verbesserung die gute Arbeit in den Einrichtungen weiter stärken wird und damit auch den gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern direkt zu Gute kommt."