Rheinland-Pfalz nimmt im ersten Schritt 16 schutzbedürftige Flüchtlinge aus Griechenland auf

Heute beginnt die bundesdeutsche Aufnahme schutzbedürftiger Flüchtlinge aus Griechenland, die im Juni zwischen Bund und Ländern verabredet worden ist. Insgesamt werden in den nächsten Wochen 243 kranke Kinder und ihre Familien aus Griechenland nach Deutschland eingeflogen und nach ihrer Ankunft in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder untergebracht. 

An Bord des ersten Fluges nach Kassel heute waren insgesamt 83 Personen aus Afghanistan, Syrien, Somalia, dem Irak und Palästinensischen Gebieten. Rheinland-Pfalz nimmt dabei 16 Personen aus Afghanistan auf. Es handelt sich um insgesamt drei Familien mit schutz- und behandlungsbedürftigen Kindern. Sie werden zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung in Trier aufgenommen. Im Rahmen der Erstaufnahme erfolgt dort neben der regelhaften Unterbringung und Versorgung insbesondere auch eine gezielte Prüfung der medizinischen und psychosozialen Versorgungsbedarfe der Neuankommenden.

Insgesamt ist in dem vom Bund koordinierten Verfahren für Rheinland-Pfalz die Aufnahme von insgesamt 66 Personen vorgesehen.


„Ich freue mich sehr, dass die Aufnahme von schutzbedürftigen Kindern und ihren Familien aus Griechenland heute startet. Seit mehreren Wochen setzen wir uns dafür ein, vulnerable Menschen aus Griechenland bei uns in Rheinland-Pfalz aufzunehmen. Ich hoffe, dass die Kinder und ihre Familien nach kräftezehrenden Wochen nun bei uns eine angemessene Begleitung, Behandlung und Betreuung erfahren und etwas zur Ruhe kommen können. Die Zustände in den Lagern auf den griechischen Inseln sind nach wie vor katastrophal, die heute angelaufene Aufnahme kann nur ein Anfang sein“, so Integrationsministerin Anne Spiegel.