Integrationsministerin Spiegel fordert Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts

Mit einem klaren Bekenntnis zum Doppelpass geht die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel in die heute beginnende zweitägige Integrationsministerkonferenz.

„Die doppelte Staatsangehörigkeit erleichtert vielen zugewanderten Menschen die Integration. Sie ist ein Bekenntnis zu unserem Staat, ohne die eigenen oder familiären Wurzeln, die nicht in Deutschland gewachsen sein mögen, zu verleugnen. Hieraus einen Loyalitätskonflikt abzuleiten, wie das in diesen Tagen viele Unionspolitikerinnen und Unionspolitiker tun, ist absurd und realitätsfern“, erklärt Integrationsministerin Anne Spiegel.
 
Spiegel fordert eine Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts dahingehend, dass Mehrstaatigkeit grundsätzlich hingenommen wird – nicht nur für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, sondern für alle einbürgerungswilligen Menschen. „So würde die derzeit praktizierte Ungleichbehandlung von zugewanderten Menschen endlich abgeschafft“, resümiert Spiegel.