Kinder haben ein Recht auf Spielen

Unter dem Motto „Freiraum für Kinder“ fand heute die rheinland-pfälzische Kinderrechtefachtagung 2018 in Worms statt. An der Tagung nahmen Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, den Kindertagesstätten und Schulen sowie ehrenamtlich Engagierte teil.

Familienstaatssekretärin Dr. Christiane Rohleder forderte in ihrem Grußwort, dass den Kinderrechten mehr Gewicht gegeben werden müsse. „Kinder sollen über ihre Rechte Bescheid wissen und sie aktiv einfordern, diskutieren und mitgestalten. Nur so werden sie zu starken Persönlichkeiten, die die Zukunft unserer Demokratie tragen.“ Zu den Kinderrechten gehört auch das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung nach Artikel 31 der Kinderrechtekonvention, das im Mittelpunkt der Fachtagung stand. „Sich in der Freizeit auszuleben, mitzuwirken und zu engagieren fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wichtig, dass Spiel, Sport und Freizeit nicht als untergeordnete Rechte betrachtet werden. Alle Kinder müssen spielen können und an Freizeitangeboten teilhalben und zwar unabhängig vom Geldbeutel. Das ist auch wichtig, um dazu zu gehören“, erklärte Staatssekretärin Rohleder. 

Raum für Spiel und Bewegung, aber auch Auszeit und Muße sind wichtig für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Seine Bedeutung wurde auf der Fachtagung in diesem Jahr in den Vordergrund gerückt. Ziel der Veranstaltung war es, den Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen Kinder- und Jugendarbeit Impulse zu geben, Freiräume für Kinder und Jugendliche zu erhalten und zu schaffen.

 

Hintergrund: 

Seit 2007 bietet die Landesregierung im Rahmen ihrer Strategie für Kinderrechte drei aufeinander abgestimmte Bausteine an. Auf der Internetseite www.kinderrechte.rlp.de findet man umfangreiche Informationen zur UN-Kinderrechtskonvention und Beispiele der Umsetzung in Rheinland-Pfalz. 

Die Strategie soll eine flächendeckende Sensibilisierung für die Kinderrechte in Rheinland-Pfalz ermöglichen. Ziel der Landesregierung ist es hierbei, die Kinderrechte in den Blickpunkt von Fachkräften und der Öffentlichkeit zu stellen und Kinderrechte sichtbar und erfahrbar zu machen.