Orientierung und Halt für männliche Jugendliche – Land unterstützt Fachstelle Jungenarbeit mit über 20.000 Euro

Das rheinland-pfälzische Jugendministerium fördert die Arbeit der Fachstelle Jungenarbeit in diesem Jahr mit 21.320 Euro. Mit den Fördermitteln wird beispielsweise eine Fortbildung für Fachkräfte der offenen Jugendarbeit mit dem Titel „Faszinierend radikal – die männliche Begeisterung für Extreme!?“ ermöglicht. Sie soll speziell in der Arbeit mit männlichen Jugendlichen - die in schwierigen Lebenssituationen sind - fachliche Impulse geben.

„Geschlechtersensible Arbeit ist ein wichtiges Element der Kinder- und Jugendarbeit, das wir gerne fördern“, bekräftigt Jugendministerin Anne Spiegel. „Die Arbeit der Fachstelle unterstützt speziell männliche Heranwachsende dabei, ihre Identität zu entwickeln. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen, sondern auch ihr Umfeld und letztendlich wir alle als Gesellschaft.“

Neben der Beratung von Fachleuten konzipiert die Fachstelle Jungenarbeit Projekte für ehrenamtliches Engagement für männliche Jugendliche. Zum Beispiel arbeiten im Rahmen des Projekts „Sozial engagierte Jungs“ Schüler der achten bis zehnten Klassen einige Stunden pro Woche ehrenamtlich in Kitas oder Grundschulen. Das Projekt bietet den Jungen die Möglichkeit, sich zum einen beruflich jenseits von geschlechtlichen Rollenklischees zu orientieren und zum anderen ihre sozialen Kompetenzen weiter zu entwickeln. In den vergangenen neun Jahren haben in Rheinland-Pfalz mehrere hundert Jugendliche an dem Projekt teilgenommen.

Die Fachstelle Jungenarbeit entwickelt Konzepte, wie Jungen und junge Männer in Kita, Schule und Jugendarbeit gezielt gefördert werden können. Sie führt Fortbildungen und Fachtage für Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit zu jungenspezifischen Themen durch. Träger ist das Paritätische Bildungswerk Rheinland-Pfalz/Saarland. Weitere Informationen zur Arbeit der Fachstelle Jungenarbeit gibt es unter www.jungenarbeit-online.de