Spiegel fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit

Auch zehn Jahre nach der Einführung des Equal Pay Day verdienen Frauen in Deutschland ein Fünftel weniger als Männer in vergleichbaren Jobs.

„Diese Lohnlücke wollen wir nicht weiter hinnehmen. Frauen sind genauso qualifizierte Fachkräfte wie Männer und sie tragen zum Erfolg unserer Wirtschaftsunternehmen erheblich bei. Es ist ein Skandal, dass viele Frauen in Deutschland immer noch schlechter bezahlt werden“, so Frauenministerin Anne Spiegel anlässlich des Equal Pay Day am 18. März. Der Equal Pay Day, der in diesem Jahr unter dem Motto „endlich partnerschaftlich durchstarten“ steht, markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Um die Lohngerechtigkeit zu fördern, hat das Land im Jahr 2015 die „Kompetenzstelle für freiwillige Lohntests“ eingerichtet, die kleine und mittlere Unternehmen darin unterstützt, die Vorteile gerechter Bezahlung für den eigenen Betrieb zu erkennen, und über Diskriminierungsfallen informiert. Rund sechzig Unternehmen wurden bisher angesprochen und für das Thema Entgeltgleichheit sensibilisiert.  

„Der dringende Handlungsbedarf in Sachen Lohndiskriminierung ist auch auf Bundesebene endlich erkannt worden“, erklärt Ministerin Spiegel. „Der vorgelegte Gesetzentwurf des Bundes zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wirtschaft, Tarifparteien und Politik sind nun gefordert, sich aktiv und gemeinsam für die Chancengleichheit und Lohngerechtigkeit zu engagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.“