Symptome
Mechanismen
Akutbehandlung

Der akute Schlaganfall ist ein Notfall und erfordert die umgehende Alarmierung des Rettungsdienstes und den sofortigen Transport in ein Krankenhaus. Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie kann das Risiko für bleibende Behinderungen deutlich gemindert werden. So ist es mittlerweile möglich, ein Blutgerinnsel, das zum Verschluss einer hirnversorgenden Schlagader geführt hat, mit blutverdünnenden Mitteln wieder aufzulösen ("Thrombolyse"). Dies gelingt aber in der Regel nur innerhalb der ersten drei Stunden nach Beginn der Ausfallerscheinungen. Aber auch über dieses Zeitfenster hinaus profitiert eine Schlaganfallpatientin oder ein Schlaganfallpatient in der Frühphase von der Überwachung und Einstellung verschiedener Vitalparameter wie Blutdruck, Blutsauerstoff oder Blutzucker im Rahmen der Intensivüberwachung auf einer spezialisierten Schlaganfallstation ("Stroke Unit"). Hier wird auch die rasche weitere Diagnostik wie Computer- und Kernspintomographie des Gehirns oder Ultraschalldiagnostik der Halsschlagadern und des Herzens garantiert.

Nachsorge

Im Anschluss an die Akuttherapie sind intensive meist wochenlange Rehabilitationsmaßnahmen wie Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie notwendig, um gerade in der Frühphase nach dem Schlaganfall die Erholung ausgefallener Funktionen zu fördern. Wiedereingliederung ins Berufsleben, monate- oder sogar lebenslange krankengymnastische Behandlungen oder Sprachtherapien, im schlimmsten Fall eine bleibende Pflegebedürftigkeit, sowie eine Umstellung der finanziellen Situation verlangen der Patientin oder dem Patienten und den Angehörigen höchste Belastungen ab. Selbsthilfegruppen können hier sehr hilfreich sein. Da Frauen im Durchschnitt älter sind als Männer, wenn sie einen Schlaganfall erleiden, kann sich ihr Gehirn schlechter davon wieder erholen. Dazu kommt, dass Frauen meist schwerere Schlaganfälle haben. Nur jede zweite Frau, die nach einem akuten Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen wird, kann drei Monate später wieder vollständig unabhängig ihre Alltagsaktivitäten aufnehmen, bei Männern sind es dagegen fast 70 Proze

Vorsorge

Der beste Schlaganfall ist allerdings derjenige, den man bereits im Vorfeld abwenden kann. Der wichtigste Risikofaktor eines Schlaganfalls ist ein erhöhter Blutdruck. Aber auch Rauchen, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Herzrhythmusstörungen, Übergewicht und Herzerkrankungen gehören zu den relevanten Risiken, bei Frauen zudem die Einnahme von Hormonen und das Vorliegen einer Migräne. Das Risiko ist besonders hoch, wenn mehrere Faktoren gemeinsam auftreten. Hier ist es dringend notwendig, gemeinsam mit der behandelnden Hausärztin oder dem Hausarzt die entsprechenden Risiken genau zu überwachen und möglichst streng einzustellen. Dies gilt ganz besonders für Menschen, bei denen es bereits einmal zu einem Schlaganfallereignis gekommen ist.

Ansprechpartnerin

Brigitte, van Essen
Tel.: 06131 - 164160